29. Januar 2011

Karneval

Karneval auf Zakynthos - Foto robW_/Robert Wallace
Karnevalsprozession auf Zakynthos - Foto robW_/Robert Wallace

Der Ablauf des griechischen Karnevals:

Apokries, wie die griechische Bezeichnung für den Karneval oder die Fastnacht lautet, findet in den drei Wochen vor Beginn der Fastenzeit statt. Am Anfang der Karnevals- oder Faschingszeit steht das Tridion, die Liturgie, die in der orthodoxen Kirche ab diesem Termin bis zu Ostern Anwendung findet. Das Ende dieser Zeit und den Beginn der Fastenzeit markiert ein gesetzlicher Feiertag, der sogenannte "Saubere Montag" (Katheri Deftera). Dieses Jahr fällt er terminlich mit unserem Rosenmontag zusammen. Das ist jedoch nur in manchen Jahren der Fall. Denn die Fastenzeit und somit der Karneval richten sich in Griechenland nach dem Ostertermin, der nach dem Julianischen Kalender bestimmt wird.
Die griechische Karnevalszeit gliedert sich in drei Wochen, die auf die Fastenzeit einstimmen, in denen aber auch ausgelassen gefeiert wird: Profoni, Kreatini und Tirofagou.
Profoni ist die Ankündigungswoche, in der traditionell Trommelwirbel oder Stadtschreier die Karnevalszeit verkünden.
In der Kreatini (Fleischwoche) genannten zweiten Woche nimmt die Karnevalsszeit ihren Höhepunkt. Es ist die letzte Woche vor Ostern, in der nach strengen griechisch orthodoxen Fastenregeln Fleisch gegessen werden darf. Das wird vor allem am Donnerstag dieser Woche, dem Tsiknopempti (verbrannt riechenden Donnerstag, oder freier übersetzt Grilldonnerstag) mit Barbecues gefeiert. Damit ist dieser Tag derjenige unter den Karnevalstagen, dessen Bedeutung sich am stärksten mit den Traditionen in westlichen Ländern wie Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien deckt. In Deutschland ist der Tag als Weiberfastnacht, aber auch als Schmotziger (vom allemannischen Schmotz = Schmalz, Fett) Donnerstag bekannt, in Frankreich als fetter Donnerstag (mardi gras). Am folgenden Wochenende geht es in vielen griechischen Fastnachthochburgen hoch her.
Die dritte Woche heißt Tirofagou (Käsewoche). Denn es soll nun bereits fleischlos gelebt werden, während Käse, Milchprodukte und Eier noch erlaubt sind, deren man in der Fastenzeit als solche dann schließlich auch entsagen sollte.

So wird in den verschiedenen Regionen gefeiert:

In ländlichen Regionen und auf einigen Inseln haben sich uralte Bräuche und Kostüme erhalten, beispielsweise auf den zu den Nordsporaden gehörigen Ineln Skyros und Skopelos.
In vielen Städten wird der Karneval mit Umzügen und Masken gefeiert. Bekannt sind die Paraden von Patras. Doch auch in anderen Städten herrscht an den letzten Tagen vor dem Beginn der Fastenzeit Karnevalsstimmung. So bietet Athen seinen Bürgern alljährlich ein heiteres Programm.
Foto: Robert Wallace - RobW_ Lizenz creative commens CC BY-NC-ND 2.0
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Die griechischen Karnevaltermine 2011:
Tridion (Beginn der Karnevalszeit) : Sonntag, 13.2.
Tsiknopempti : Do., 24.2.
Tsiknopempti Wochenende: Fr. 25. - So., 27.2.
Sauberer Montag: 7.3.

25. Januar 2011

Inspiration für griechische Politiker

Diesen Film gibt es vor der heutigen Sitzung des griechischen Kabinetts zu sehen. Das hat der Premierminister Giorgos Papandreou heute auf seinem Twitter-Account verraten:

13. Januar 2011

Griechische Buchstaben am Computer

Nun habe ich zufällig bei Kostas.de eine Beschreibung entdeckt, wie man sich einen Windows Vista PC herrichtet, um griechische Buchstaben zu tippen, virtuelle Tastatur inklusive.

Wie man griechische Buchstaben auf einem Computer mit Linux Betriebssystem einrichten kann, habe ich ja bereits Ende Dezember hier gepostet.

6. Januar 2011

6. Januar: Theophania, Fota, Epiphanie

Der 6. Januar ist auch in Griechenland ein gesetzlicher Feiertag. Doch wird er in der griechisch-orthodoxen Kirche nicht wie in der westlichen als “Dreikönigstag” begangen, sondern man gedenkt in erster Linie der Taufe Christi und Offenbarung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.

Epifania (Epiphanie) , Theofania (Theofania) oder Fota wird der Tag in Griechenland genannt. Nass geht es an ihm vor allem zu. Am Vorabend werden Häuser, Brunnen und Felder mit heiligem Wasser gesegnet. Am Tag selbst wagen manche jungen Burschen den Sprung in das auch in Griechenland, wie beispielsweise hier auf der Kykladeninsel Amorgos, um diese Jahreszeit sehr kühle Wasser. Denn in vielen Orten, die an einem Gewässer liegen, führen Prozessionen an dieses. Dort wirft dann ein Priester ein Kreuz ins Wasser, das es gilt, zurück an Land zu holen und sich so Glück und Segen für das beginnende Jahr zu sichern. Wer es als erster erreicht und zurück bringt, sichert sich den Respekt und Bewunderung der Zuschauer und gilt als ausgemachter Glückspilz das ganze Jahr hindurch.

4. Januar 2011

Charis / Haris Alexiou 2011 auf Europa-Tour

Im Mai / Juni 2011 gibt es Gelegenheit in mehreren Europäischen Städten, die beliebte griechische Sängerin Charis ( Haris ) Alexiou life zu erleben

Geplante Tourdaten sind:
Sonntag, 29.5.2011, Wiener Konzerthaus, Wien
Dienstg, 31.5.2011, Circus Krone, München
Mittwoch, 1.6.2011, Liederhalle, Stuttgart
Donnerstag, 2.6.2011, Kongresshaus, Zürich
Samstag, 4.6.2011, Jahrhunderthalle, Frankfurt
Sonntag, 5.6.2011, Philipshalle, Düsseldorf
Dienstag, 7.6.2011, Cirque Royal, Bruxelles

1. Januar 2011

1. Januar in Griechenland

1. Januar - Neujahrstag, Tag der Bescherung und des Heiligen Vassilis

Der 1. Januar ist der Tag des Agios Vassilios ( des Heiligen Vasilis oder Basil ). Ihm kommt in Griechenland die Rolle zu, die in westlichen Ländern der - als Santa Claus zum Weihnachtsmann gemachte - heilige Nikolaus zu spielen hat. Der Hl. Vassilios bringt den Kindern Geschenke. Auch ist ihm in Griechenland ein ähnliches Schicksal widerfahren wie dem Nikolaus bei uns. Verniedlicht, verkitscht, in Schokolade gegossen und in bunte Folie gepackt, steht sein Nachbild in den Regalen der Supermärkte. Doch ranken sich auch weitere, authentischere und frommere Bräuche um diesen Heiligen und seinen Tag, der am Beginn des Neuen Jahres steht. In den Familien wird ein Neujahrskuchen oder Vassilioskuchen - Vassilopita genannt - gebacken und geteilt. Eingebacken wird eine Münze oder ein Goldstückchen, das ein Glückssymbol ist. Wer es in seiner Portion findet, gilt als ausgemachter Glückspilz das ganze Neue Jahr um. Auch findet Beachtung, wer an diesem Tag als erster die Hausschwelle überschreitet, was mit dem rechten Fuß voran geschehen sollte. Oft schickt man ein Kind als Glücksboten voraus.